Erkrankungen der Harnblase & Inkontinenz
Fachärztliche Diagnostik und Therapie für Frauen und Männer.

Die Urologie ist keineswegs reine Männersache. Wenn es um Erkrankungen der Nieren, der Harnwege und insbesondere der Harnblase geht, sind wir als Urologen die primären Ansprechpartner für beide Geschlechter.
Beschwerden wie unkontrollierter Urinverlust, ständiger Harndrang oder wiederkehrende Blasenentzündungen sind weit verbreitet, werden aber aus Scham oft verschwiegen.
In unserer Praxis bieten wir Ihnen eine vertrauensvolle und diskrete Atmosphäre, um diese sensiblen Themen offen anzusprechen. Mit modernster, schonender Diagnostik ergründen wir die Ursachen Ihrer Beschwerden und entwickeln gemeinsam einen Therapieplan, der Ihnen Ihre Lebensqualität zurückgibt.
Wiederkehrende Harnwegsinfekte (Zystitis)
Akute und vor allem chronisch wiederkehrende Blasenentzündungen schränken den Alltag massiv ein. Unser Ziel ist es, den ständigen Kreislauf aus Infektionen und wiederholter Antibiotika-Einnahme nachhaltig zu durchbrechen.
Ursachendiagnostik
Wir behandeln nicht nur Symptome, sondern suchen nach den Auslösern. Durch hochauflösenden Ultraschall (Ausschluss von Restharn), gezielte Urinkulturen und die mikroskopische Beurteilung schließen wir anatomische oder funktionelle Ursachen aus.
Alternative Therapieansätze
Die moderne Urologie bietet weit mehr als Antibiotika. Wir beraten Sie zu fundierten medikamentösen und pflanzlichen Alternativen (Phytotherapie), zur lokalen Östrogentherapie bei Frauen nach den Wechseljahren sowie zur Immunstimulation („Impfung gegen Blasenentzündung“).
Prävention & Mikrobiom
Oft spielen Faktoren wie das Trinkverhalten, die Immunabwehr oder die Zusammensetzung der lokalen Bakterienflora (Mikrobiom) eine entscheidende Rolle. Wir erarbeiten mit Ihnen Strategien, um Ihre Blase langfristig widerstandsfähig zu machen.
Interstitielle Zystitis (Schmerzblase)
Eine seltene, aber stark belastende chronische Entzündung der Blasenwand ohne bakteriellen Befund. Wir bieten spezialisierte Diagnostik zur Abgrenzung und individuelle Schmerztherapien und Instillationstherapien an.
Harninkontinenz und die Überaktive Blase (OAB)
Ein unfreiwilliger Urinverlust oder ein plötzlich einschießender, nicht kontrollierbarer Harndrang mindern das Wohlbefinden erheblich. Die Therapiemöglichkeiten sind heute jedoch vielfältig und sehr effektiv – Voraussetzung ist die genaue Unterscheidung der Inkontinenzform.
Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz)
Hierbei kommt es zu Urinverlust bei körperlicher Anstrengung, beim Husten, Niesen oder Lachen. Häufigste Ursache ist eine Schwäche des Beckenbodens (z.B. nach Geburten oder Operationen). Die Therapie reicht von gezieltem Beckenbodentraining und Biofeedback bis hin zu minimalinvasiven, stützenden Eingriffen.
Dranginkontinenz & Reizblase
Typisch ist ein plötzlicher, zwingender Harndrang, der oft nicht bis zur Toilette unterdrückt werden kann. Begleitet wird dies meist von häufigem nächtlichen Wasserlassen (Nykturie). Mit modernem Blasentraining und sehr gut verträglichen Medikamenten (z.B. Anticholinergika oder Beta-3-Agonisten) lässt sich der Blasenmuskel wirksam beruhigen.
Mischinkontinenz
Viele Patientinnen und Patienten leiden unter einer Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz. Durch eine differenzierte urologische Basisdiagnostik ermitteln wir die führende Komponente, um eine zielgerichtete und stufenweise Behandlungsstrategie festzulegen.
Inkontinenz beim Mann
Auch Männer können betroffen sein, beispielsweise nach einer Prostata-Operation. Wir bieten spezielle Diagnostik und konservative Therapiemöglichkeiten, sowie beraten und planen für Sie bei Bedarf operativen Therapien zur Wiederherstellung der Kontinenz (z.B. künstlicher Blasenschließmuskel/ artifizieller Sphinkter)
Präzise Abklärung von Blasenbeschwerden
Jeder erfolgreichen Therapie geht eine exakte Diagnose voraus. Um ernsthafte Erkrankungen (wie beispielsweise ein Harnblasenkarzinom bei Blut im Urin) sicher auszuschließen, nutzen wir modernste, schmerzarme Verfahren.
Hochauflösende Sonographie: Der Ultraschall von Nieren und Blase ermöglicht eine schnelle, strahlenfreie Beurteilung der Blasenwand und dient der wichtigen Messung von Restharn nach dem Wasserlassen.
Erweiterte Urindiagnostik: Neben dem klassischen Urinstatus führen wir bakteriologische Untersuchungen direkt in unserem Speziallabor durch.
Flexible Blasenspiegelung (Zystoskopie): Sollte eine direkte Betrachtung der Blasenschleimhaut notwendig sein (z.B. zur Abklärung von Hämaturie), verwenden wir modernste, flexible und sehr dünne Endoskope. Diese Untersuchung ist ambulant durchführbar und schmerzarm.

Machen Sie den ersten Schritt.
Beschwerden beim Wasserlassen oder unkontrollierter Urinverlust müssen Sie nicht stillschweigend hinnehmen. Die moderne Urologie bietet hochwirksame Lösungen. Wir nehmen uns die Zeit, Ihnen zuzuhören und Sie umfassend zu beraten.
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